Tutzing

Vom gemeinsamen Lernen zur Umsetzung konkreter Projekte für die Energiewende

Lernen, Vernetzen, Umsetzen

Die lokale Energiewende als gemeinschaftliche Aufgabe.

Die Energiewende in Tutzing begann mit einer einfachen Frage: Was können wir vor Ort gemeinsam schaffen?

Aus dieser Frage ist eine Dynamik entstanden, die unterschiedliche Menschen vor Ort zusammengebracht hat und ins gemeinsame Handeln führte. Akteur*innen aus Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen ins Gespräch, lernten voneinander und entwickelten ein Verständnis dafür, was gebraucht wird.

Doch schnell war klar: Der Weg ist komplex. Viele Themen greifen ineinander – von Wärme über Strom bis hin zu Finanzierung und Infrastruktur. Viele Akteur*innen sind beteiligt, sie bringen unterschiedliche Perspektiven, Interessen und Möglichkeiten mit und haben bisher kaum zusammengearbeitet.

Damit aus dieser Komplexität eine zielgerichtete Bewegung entsteht, braucht es Struktur, Koordination und einen gemeinsamen Rahmen.

Komm:Transform begleitet und strukturiert diesen Prozess. Wir bringen lokale Partner und innovative Startups zusammen, machen Potentiale sichtbar und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass aus Austausch konkrete Umsetzung wird. Die Vielfalt der Akteur*innen ist dabei kein Hindernis, sondern die Grundlage für individuell passende, langfristige Lösungen.

So entsteht Schritt für Schritt ein gemeinsamer Weg. Nicht als Einzelmaßnahme, sondern als koordinierter Prozess, der Lösungen verbindet und vor Ort verankert. Gesteuert und entschieden von den Menschen vor Ort.

»Wir wollen miteinander herausfinden, wie wir unsere Energieversorgung gestalten wollen, und wie wir uns dabei gegenseitig unterstützen können.«

Ludwig Horn

Bürgermeister in Tutzing

Mit der Kampagne "Neuer Energie für Tutzing" wird es konkret.

Wie gestalten wir unsere Transformation in Tutzing gemeinsam und konkret?

Die Komm:Transform Energiekampagne "Neue Energie für Tutzing" verbindet bestehende und neue Energieakteure und lädt alle Menschen vor Ort ein, die Energiewende nach eigenen Bedürfnissen mitzugestalten.

„Wir wollen miteinander herausfinden, wie wir unsere Energieversorgung gestalten wollen, und wie wir uns dabei gegenseitig unterstützen können“, erläuterte Bürgermeister Ludwig Horn den Zweck der Kampagne in der Auftaktveranstaltung am 29. April 2026 im Rathaus. Dafür wurden unterschiedliche Lösungsansätze vorgestellt – von gemeinnützigen Aktivitäten über kommunale Kooperationen bis hin zu privatwirtschaftlichen Initiativen und innovativen Startup-Lösungen.

Vertreter*innen der Bürgerenergie Tutzing, der Energiegenossenschaft Fünfseenland EGF, der Klimaagentur Klima3, des Gewerbeverbandes ATG und des Gemeinderats diskutierten mit Bürger*innen Herausforderungen, Ideen und mögliche nächste Schritte. Auch zwei Startups, Viadukt und Ecomates, aus dem Komm:Transform Netzwerk waren vor Ort dabei, sieben weitere über Videoeinspielungen, und brachten ihre Lösungsansätze ein.

Thematisiert wurden unter anderem das geplante kommunale Nahwärmenetz, mit Nutzung von Seewärme, die Installation eines Eisspeichers für die Grund- und Mittelschule und die gelungene Kooperation für die Photovoltaikanlage auf dem Rathaus. Neue Finanzierungsansätze, wie die EGF-Angebote “smartPACHT” und „smartTEILEN", neue Beteiligungsmöglichkeiten bei der Bürgerenergie-Genossenschaft und die innovativen Technologien der Startups bieten weitere Handlungsspielräume für die Energiewende vor Ort.  

Die Resonanz der Teilnehmenden war positiv. Gleichzeitig wurde offen über die aktuelle politische Unsicherheit gesprochen und man war sich einig, dass es verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen brauche, damit Investitionen in erneuerbare Energien attraktiv und planbar bleiben.

Die Auftaktveranstaltung war der Startpunkt für weitere Aktivitäten im Rahmen der Initiative “MiTeinander”. Geplant sind verschiedene Informations-, Austausch- und Beteiligungsformate. Dazu gehören eine Energiemesse am 10. Oktober 2026, eine Online-Veranstaltung zum Thema “Energie managen” mit Startups, eine “MiT-Geh-Tour” zu Energie-Orten in Tutzing und Unterstützungsangebote für Wohneigentümergemeinschaften und Quartiere.

Für Rückfragen und Interesse an der Kampagne steht Ihnen Nick Tewes gerne zur Verfügung (E-Mail: nick@jointransition.org).