
Gemeinsam für klimaneutrale soziale Einrichtungen: Vernetzung, Wissenstransfer und Zugang zu innovativen Energielösungen.
Mit mehreren Millionen Beschäftigten und über 100.000 Einrichtungen und Gebäuden gehört die Freie Wohlfahrtspflege zu den größten Arbeitgebern und Immobiliennutzern Deutschlands. Gleichzeitig haben sich viele Wohlfahrtsverbände – wie beispielsweise die Diakonie – ambitionierte Klimaziele gesetzt und wollen ihre Träger und Einrichtungen dabei unterstützen, sich in den kommenden Jahren schrittweise klimaneutral aufzustellen. Damit verfügt die Wohlfahrt über einen der größten Hebel, um die Energiewende im Gebäudesektor voranzubringen. Innovative Clean-Tech-Lösungen – von intelligentem Energiemanagement über Photovoltaik und moderne Wärmeversorgung bis hin zu Klimaanpassungsmaßnahmen – können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten.
Viele Träger und Einrichtungen stehen dabei jedoch vor denselben Fragen: Welche Maßnahmen sind technisch und wirtschaftlich sinnvoll? Welche Lösungen haben sich bereits in der Praxis bewährt? Und wie lassen sich Investitionen trotz knapper personeller und finanzieller Ressourcen erfolgreich umsetzen? Gleichzeitig suchen viele innovative Technologieunternehmen nach geeigneten Partnern, um ihre Lösungen in der Wohlfahrt zur Anwendung zu bringen. Häufig fehlt jedoch der Austausch zwischen beiden Seiten und damit die Grundlage für erfolgreiche Kooperationen.
Genau hier setzt Komm:Transform an. Gemeinsam mit der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz schaffen wir Räume, in denen Wohlfahrtsträger und Technologiepartner voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsame Herausforderungen besser verstehen. Unser Ziel ist es, Orientierung zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und die Grundlage für langfristige Kooperationen zu legen.
»Besonders wertvoll war der Austausch zwischen unseren Mitgliedern und der Einblick in konkrete Handlungsoptionen durch Technologiepartnern.«
Miriam Leidreiter
Referentin für Nachhaltigkeit beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz


Der Innovationstag mit der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz brachte Träger und Einrichtungen der Wohlfahrt, Clean-Tech-Unternehmen und Finanzierungspartner an einen Tisch. Ziel war es, gemeinsam herauszufinden, wie nachhaltige Lösungen erfolgreich ihren Weg in die Einrichtungen der Wohlfahrt finden können.
Im Mittelpunkt stand dabei der Erfahrungsaustausch. Einrichtungen berichteten von ihren bisherigen Projekten, Technologiepartner stellten praxiserprobte Lösungen vor und Finanzierungsexperten zeigten auf, welche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten bereits heute zur Verfügung stehen. Gemeinsam entstand so ein realistisches Bild davon, welche Schritte Träger und Einrichtungen bereits heute gehen können und wo sie Unterstützung benötigen.
Dabei wurde deutlich, dass es für viele Herausforderungen bereits gute Lösungen gibt. So können Wohlfahrtsträger beispielsweise über die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft der Senatsverwaltung Berlin (KEK) eine kostenfreie Energieberatung nutzen, um Einsparpotenziale in ihren Gebäuden systematisch zu identifizieren und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen abzuleiten. Auch bei der Finanzierung bestehen zahlreiche Möglichkeiten – von spezialisierten Angeboten wie der Evangelischen Bank bis hin zu Förderprogrammen von Bund und Ländern. Gleichzeitig verfügen viele Technologiepartner über wertvolle Erfahrung bei der Auswahl geeigneter Förderprogramme und der Beantragung von Fördermitteln. Es fehlt also nicht an Lösungen. Die größte Herausforderung liegt darin, den Überblick zu behalten, die richtigen Informationen zu finden und passende Partner zusammenzubringen.
Aus unseren Gesprächen haben wir drei zentrale Erfolgsfaktoren für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Wohlfahrt und Clean-Tech-Unternehmen abgeleitet:
Zuhören: Erfolgreiche Kooperation beginnt mit einem Verständnis der konkreten Herausforderungen vor Ort.
Gemeinsam Lösungen entwickeln: Nicht jede Technologie passt zu jeder Einrichtung. Entscheidend ist, Lösungen gemeinsam auf technische, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen abzustimmen.
Vertrauen schaffen: Praxisbeispiele, belastbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und vertrauensvolle Beziehungen schaffen die Grundlage für langfristige Zusammenarbeit.
Der Innovationstag war der Auftakt eines gemeinsamen Transformationsprozesses. In den kommenden Monaten begleiten wir ausgewählte Träger und passende Technologiepartner dabei, individuelle Lösungen für den Weg hin zu klimaneutralen, zukunftsfähigen Einrichtungen zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig soll der gemeinsam mit der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz entwickelte Ansatz auch anderen Wohlfahrtsverbänden offenstehen. Denn die Herausforderungen sind vielerorts ähnlich – und wir sind überzeugt, dass gemeinsames Lernen und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Schlüssel für eine gelingende Transformation der Wohlfahrt in ganz Deutschland ist.
Für Rückfragen und Interesse am Projekt steht Ihnen Christian Pirzer gerne zur Verfügung (E-Mail: c.pirzer@endeva.org).