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Wärmeplanung ist erst der Anfang: Wie Theta Concepts Kommunen von der Strategie in die Umsetzung begleitet

Technologielösungen

20/10/2026

Kommunale Wärmeplanung schafft Orientierung – doch entscheidend ist, was danach passiert. Welche Lösungen passen vor Ort? Was ist wirtschaftlich tragfähig? Wie lassen sich Politik, Versorger und Bürger*innen einbinden? Und wer treibt die Umsetzung anschließend weiter?

Darüber haben wir mit Dr.-Ing. Dorian Holtz vom Rostocker Planungsbüro Theta Concepts, einem unserer Technologiepartner, gesprochen.

Von der Wärmeplanung zur Umsetzung

Theta Concepts ist ein unabhängiger Ingenieursdienstleister mit Schwerpunkt auf Wärmeplanung und strategischer Energieplanung aus Rostock. Das Unternehmen begleitet Kommunen, Stadtwerke, Bürgerenergiegenossenschaften, Wohnungsunternehmen und die Industrie bei kommunaler Wärmeplanung, der Dekarbonisierung von Wärmenetzen, Machbarkeitsstudien und Transformationsplanung.

Dabei verfolgt Theta Concepts bewusst keinen bestimmten Technologiepfad, sondern arbeitet unabhängig und technologieoffen.

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt immer von den Bedingungen vor Ort ab: von Bebauung und Infrastruktur bis zu verfügbaren Wärmequellen. Wärmenetze, Wärmepumpen, Abwärme oder Geothermie können jeweils Teil der Lösung sein.

Theta Concepts hat nach eigenen Angaben bereits in sieben Bundesländern gearbeitet und dabei Kommunen von sehr kleinen Gemeinden bis zu Großstädten im Rahmen der Wärme- und Transformationsplanung begleitet. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus des Unternehmens zunehmend von der reinen Konzepterstellung hin zur Planung und Umsetzungsbegleitung.

Denn ein guter Wärmeplan beantwortet noch nicht automatisch die Frage: Was bauen wir jetzt – und wer setzt es um?

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Wärmeplanung ist mehr als eine technische Aufgabe

Eine zentrale Erfahrung von Theta Concepts ist, dass Wärmeplanung nicht allein am Schreibtisch entstehen kann. Sie lebt vom Austausch zwischen Verwaltung, Stadtwerken, Wohnungsunternehmen, Netzbetreibern, Politik und Bürger*innen.

Dabei treffen häufig unterschiedliche Interessen aufeinander. Wohnungsunternehmen wollen Investitionskosten und Wärmepreise begrenzen, Versorger müssen gleichzeitig neue Infrastruktur finanzieren und Kommunen unter hohem Kostendruck Entscheidungen treffen.

Theta Concepts versteht sich deshalb auch als Berater der Kommune: Welche Akteure müssen wann eingebunden werden? Wo können Konflikte entstehen? Wie lässt sich ein gemeinsamer Weg entwickeln?

Auch die politischen Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Theta Concepts hat erlebt, dass fachlich ausgearbeitete Wärmepläne am Ende dennoch politisch infrage gestellt oder nicht beschlossen wurden. Sachargumente allein reichen deshalb nicht immer aus. Umso wichtiger ist es, zentrale Akteure früh einzubeziehen und wirtschaftliche Auswirkungen verständlich zu machen.

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Wirtschaftlichkeit wird zum entscheidenden Argument

Aus den Projekten von Theta Concepts zeigt sich ein deutlicher Wandel in der Kommunikation. Übergeordnete Klimaschutzziele allein reichen häufig nicht mehr aus, um Unterstützung für Investitionen zu schaffen.

Stattdessen rücken konkrete Fragen in den Vordergrund: Was kostet eine Lösung? Wie entwickeln sich Wärmepreise? Welche Investitionen rechnen sich langfristig? Und welche Wertschöpfung bleibt in der Region?

„Es geht um Regionalität, Kostenvermeidung und damit verbundene Preisstabilität. Ziel ist es, sinnvolle Investitionen zu tätigen, um sozialverträgliche Wärme sicherstellen zu können.“

Dr. Dorian Holtz von Theta Concepts

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Theta Concepts arbeitet deshalb verstärkt mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die nicht nur die Anfangsinvestition, sondern auch langfristige Betriebs- und Energiekosten berücksichtigen.

Gerade für Kommunen mit knappen Haushalten ist dieser Blick zentral: Eine Lösung muss nicht nur technisch funktionieren, sondern auch wirtschaftlich nachvollziehbar sein.

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Bürger*innen brauchen verständliche Orientierung

Eine weitere Herausforderung beginnt dort, wo strategische Planung auf individuelle Erwartungen trifft. Ein Wärmeplan kann beispielsweise zeigen, dass ein Quartier grundsätzlich für ein Wärmenetz geeignet ist. Das bedeutet aber noch nicht, dass dieses Netz kurzfristig gebaut wird. Gleichzeitig müssen Eigentümer heute Entscheidungen treffen, etwa wenn ihre Heizung ausgetauscht werden muss.

Theta Concepts hat deshalb den digitalen Klima-Mentor entwickelt. Das Online-Angebot verbindet die kommunale Planung mit Informationen zum eigenen Standort, zum Heizungstausch und zu Fördermöglichkeiten.

„Das Klimaportal schließt die Lücke zwischen strategischer Planung auf kommunaler Ebene, dem individuellen Heizungstausch und verfügbaren Fördermitteln. Damit unterstützt das Portal vor allem die Wärmewende im dezentralen Bereich.“

Dr. Dorian Holtz von Theta Concepts

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In einem Projekt erreichte eine öffentliche Informationsveranstaltung rund 40 Personen. Das digitale Angebot wurde nach Angaben von Theta Concepts im darauffolgenden Monat mehr als 400-mal aufgerufen.

Der Ansatz dahinter: Strategische Planung muss so übersetzt werden, dass Bürger*innen verstehen können, was sie für die eigene Entscheidung bedeutet.

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Umsetzung braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit von Theta Concepts ist erstaunlich wenig technisch: Umsetzung braucht Menschen, die ein Thema intern treiben.

Kommunen mit eigenen Stadt- oder Gemeindewerken oder kommunalen Wohnungsunternehmen sind häufig besser aufgestellt, weil dort dauerhaft Kompetenzen für Energieversorgung und Infrastruktur vorhanden sind.

Mindestens genauso wichtig sind jedoch einzelne Personen innerhalb der Kommune. Bürgermeisterinnen, Klimaschutzmanagerinnen, Fachamtsleitungen oder Mitarbeitende in Stadtwerken können als interne „Champions“ entscheidend sein: Sie treiben Themen voran, bereiten Entscheidungen vor und bringen unterschiedliche Akteure zusammen.

Fehlen solche Personen oder sind entsprechende Stellen nur kurzfristig finanziert, kann selbst ein guter Wärmeplan schnell an Dynamik verlieren.

Das zeigt: Technische Planung ist wichtig – aber sie setzt sich nicht selbst um.

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Die Rolle von Komm

Genau an dieser Schnittstelle gibt es eine enge Verbindung zu Komm.

Auch wir erleben, dass technische Lösungen selten allein der Engpass sind. Entscheidend ist, kommunale Bedarfe, passende Technologien und die richtigen Ansprechpartner*innen zusammenzubringen.

Komm schafft Räume, in denen Kommunen, Stadtwerke und andere lokale Akteure mit Technologie- und Umsetzungspartnern wie Theta Concepts ins Gespräch kommen können. Ziel ist dabei nicht nur, Lösungen sichtbar zu machen, sondern auch unterschiedliche Perspektiven zu übersetzen und konkrete nächste Schritte anzustoßen.

Theta Concepts sieht Komm dabei insbesondere als Multiplikator: Gute Ansätze und Erfahrungen sollen nicht in einzelnen Kommunen bleiben, sondern auch für andere Akteure sichtbar und nutzbar werden.

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Der Wärmeplan ist der Startpunkt

Kommunale Wärmeplanung ist eine wichtige Grundlage – entscheidend ist aber, wie daraus konkrete Projekte entstehen. Dafür braucht es passende technische und wirtschaftlich tragfähige Lösungen, Entscheidungen zur Umsetzung, frühzeitige Beteiligung und Menschen vor Ort, die Verantwortung übernehmen.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur: Wie sieht unser Wärmeplan aus? Sondern vor allem: Was ist unser nächster konkreter Schritt – und wer bringt ihn voran?

Genau hier setzt Komm an: Wir bringen Kommunen und Stadtwerke mit Technologiepartnern wie Theta Concepts zusammen und unterstützen dabei, aus strategischer Planung konkrete nächste Schritte zu entwickeln.

Ihre Kommune steht vor genau dieser Frage? Dann kommen Sie mit uns ins Gespräch.

Gesprächspartner*innen:
Dr.-Ing. Dorian Holtz vom Rostocker Planungsbüro Theta Concepts, Selma Konrad von Komm

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